Düren

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17.07.2010: Rollt Jülicher Atommüll auch durch Düren?

Hallo Dürener Atomkraftgegner/innen!   Euch gibt es doch, oder? Einige von  euch waren jetzt ja auch nach langer Pause wiedereinmal auf einer Antiatomkraftdemo:  im April in Ahaus. Aber wie ihr selbst euch sagen könnt, reicht das  nicht: Zäher, gut  organisierter Widerstand gegen die hartnäckige Atommafia ist nötig. Deshalb sind in vielen Städten neue Gruppen entstanden, das muß auch hier gesche- hen. Wir liegen nämlich an einer drohenden Atomtransportstrecke: Die Brennelementkugeln des  alten Jülicher Hochtemperaturreaktors (AVR) sollen durch unsere Stadt in ‚s “Zwischenlager” nach Ahaus gebracht werden! Mit der Rurtalbahn bis zum Bahnhof Düren, von dort Richtung Köln (oder auch auf der Nebenstrecke über Horrem–Bedburg-Neuss). Aber um Ahaus im Westmünsterland wehren sich die Menschen mit Recht, zum Strahlenklo halb Deutschlands zu werden: Was an Atommüll in Jülich entstand, sollte auch dort bleiben, solange es kein wirklich sicheres Endlager gibt, und ein solches ist nirgends in Aussicht. (Unter anderem deshalb sagen wir ja auch schon seit 36  Jahren:    Atomkraft stop!)

Der AVR, durch den vertuschten Unfall von 1978,  der verschmutzteste Reaktor der Welt nach Tschernobyl  und Harrisburg, der das Erdreich darunter so sehr verstrahlt hat, daß er, um es abzutragen, koplett flachgelegt und mit einem Luftkissenschlittenmanöver 200 Meter weiter geschleppt werden soll, kann ohnehin nicht weg. Warum dann den einen hochgefährlichen Transport der Brennelemente riskieren?!  Für das Geld könnte man lieber die Hallen für all den Strahlendreck endlich flugzeugabsturzsicher bauen. Natürlich ist auch ein Straßentransport nicht sicherer. Deshalb: Statt alten Atommüll herumzurollen, keinen neuen herstellen:

 Gorleben, Ahaus, Jülich – wir woll’n den Strahlenmüll nich’!

 Statt 2,3, vielen Assen den Wahnsinn endlich lassen!

Wir laden euch ein zur Gründung einer Dürener Antiatomgruppe und  zei-

gen zur Einstimmung den Film TRAINSTOPPING, über den Widerstand gegen den Atomtransport nach  Ahaus 1998. Außerdem berichten Leute aus Köln, Aachen und Jülich aus dem im Februar gegründeten  Linksrheinischen Komittee gegen Strahlengefahr (LikoS), über die Lage in NRW , über das Jülicher Atomdebakel. Dann wollen wir unsere Beteiligung am Widerstand gegen die Transporte durch Düren  im  besonderen und die Atomanlagen im allgemeinen  besprechen.

      Sa 17.7. 16:00 Café International im ev. Gemeindehaus, Wilhelm Wester Weg 1  (für Bio-Volksküche wird gesorgt.), Kontakt: www.koelnergegenstrom/blogsport.de;  V.i.S.d.P.LiKoS:  M.Haase, Wilbankstr.133,52076 Aachen